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Nu is Teetiet - eine Reise ins Teeland Ostfriesland

 

Stellen Sie sich vor draußen ist düsteres Wetter . Der Wind heult, der Regen prasselt an die Fensterscheiben. Jetzt lässt sich das ostfriesische Nationalkgetränk am besten genießen.Tee nach Ostfrieslandart entfaltet nicht nur innere Wärme. Er wirkt beruhigend und anregend zugleich. Um das richtige ostfrisische Teetrinken kennen zu lernen, lohnt sich eine Reise nach Ostfriesland. "Nu is Teetied", das bedeutet nicht nur "jetzt ist Teezeit" sondern auch Zeit zum Klönen, sich ausruhen und entspannen. Eine Vielzahl von Cafe`s bieten Ostfriesentee an und laden zu einer Teepause ein. Oder stöbern Sie in den vielen kleinen Teelädchen. Es gibt ein großes Angebot rund um Tee. Informieren Sie sich noch genauer im Teemuseum Norden (wie unter Tipp beschrieben). Das Teemuseum beherbergt eine einzigartige Sammlung über die Geschichte des Tees, darunter chinesisches Tee-Porzellan des 17. und 18. Jahrhunderts, eine Teekanne des Trauergeschirrs der Witwe Friedrichs des Großen. Verschiedene Wohnsituationen sind nachgestellt. Gezeigt wird der Teegenuss in Bürger- und Arbeiterwohnungen. Selbstverständlich führt das Museum eine Teeküche, die zur Teepause einlädt.

Besuchen Sie Ostfriesland und überzeugen Sie sich selbst!


Die Zubereitung:

Wie eh und je wird Tee in Ostfriesland nach strengen Regeln zubereitet und getrunken:

1. In die vorgewärmte Teekanne aus Porzellan (es werden auch häufig Edelstahlkannen benutzt, aus die der Tee auch sehr gut schmeckt) einen gehäuften Teelöffel pro Person oder pro gewünschter Tassenzahl. Soll der Tee echt ostfriesisch werden: einen Löffel zusatzlich für die Kanne

2. Frisch-kochendes Wasser auf den Tee gießen, aber nur soviel, daß die Teeblätter gut bedeckt sind.

3. Nicht länger als 4-5 Minuten ziehen lassen, dabei am besten auf einem Teestove warm halten; danach die Kanne entsprechend der Tassenanzahl mit heißem Wasser auffüllen, den Tee gleich einschenken, dabei das Blatt nicht trocken gießen. Guter Ostfriesentee erlaubt durchaus einen zweiten Aufguss!

4. In die Teetasse einen "Kluntje" (weißer Kandiszucker) legen und den heißen Tee "knisternd" einschenken.

5. Frische Sahne (Rahm) behutsam mit einem Sahnelöffel auf den Tee legen. Die kalte Sahne läuft in dem heißen Tee nach unten und steigt wie eine Wolke auf. Umgerührt wird der Tee nicht. Der Tee wir dreistöckig getrunken d.h.: zunächst schmeckt man die Milde der Sahne, dann die Herbheit des heißen Tees und schließlich die Süße des Kandis

Die Ostfriesen bauten ihre Teerituale immer komplizierter aus. So dürfen Fremde nicht vergessen, am Ende des Teetrinkens den Löffel in die Tasse zu legen. Denn sonst wird pausenlos nachgeschenkt. Deshalb musste schon mal jemand, wie erzählt wird, fünfzig Tassen trinken. Fest verwurzelt in der Gedankenwelt der Ostfriesen ist:" hebben wi keen Tee, mutten wi starven, was soviel heißt: "ohne Tee gehen wir ein".

Nicht umsonst wird Ostfriesland als Land der Teetrinker bezeichnet. Hier einige Zahlen:

25% der gesammten Teeeinfuhr in die Bundesrepublik werden in Ostfriesland verbraucht bei einem Anteil der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik von nur 2%. Der Verbrauch pro Kopf beträgt 3,5 kg im Jahr (im übrigen Bundesgebiet 170g). Vier Teepausen gehören zur normalen Tageseinteilung der Ostfriesen. Bei jeder Pause werden mindestens 3 Tassen Tee getrunken (drei Tassen Tee sind Ostfriesenrecht). So kommt ein Ostfriese in seinem Leben, sofern er alt genug wird, auf gut und gern 300.000 Tassen Tee.

Tipp Ostfriesisches Teemuseum Norden

Das Ostfriesische Teemuseum ist das erste Spezialmuseum dieser Art in Europa. Es zeigt die ganze Welt des Tees: Der Besucher lernt den Tee als Kulturplanze kennen und erfährt interessante Dinge aus der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sowie über die Trinkgewohnheiten z.B. der Chinesen, Japaner, Engländer und natürlich der Ostfriesen.


Info: Ostfriesisches Teemuseum Markt 36, 26506 Norden Tel.04931-12100 www.teemuseum.de
info@teemuseum.de

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